Interview mit der Autorin Jay Valentine

Interview mit der Autorin Jay Valentine

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1.       Worum wird es in deinem nächsten Buch gehen und wann wird es erscheinen?

Oje, mal im schnellen Durchlauf. Mein nächstes Buch wird im November erscheinen. Dort geht es um Klone und den Kampf um ihre Rechte, mehr möchte ich nicht verraten. Dann wird es auch die Neuauflage von 2119 – Die Geschichte einer Liebe wieder zu Amazon schaffen, aber mit einem anderen Untertitel. Die Erstveröffentlichung war im Januar 2013 und rausgenommen habe ich es, weil mir dann noch ein Lektorat ans Herz gelegt wurde, welches ich dann in Anspruch genommen habe. 2119 ist eine Erotik Dystopie mit einer Mad Max ähnlichen Welt, mit Kannibalen und mutierten Tieren, Wasserknappheit, usw. Naja, im Großen und Ganzen ist es eine Geschichte darüber, dass man auch in einer unromantischen Welt die Liebe finden kann. Leona Watts Projekte sind bis Dezember stillgelegt, jetzt kommt Jay wieder ein wenig an die frische Luft. Im Dezember oder Januar 2014 wird es dann den zweiten Band geben, der aktuell auch im Lektorat ist. Den dritten und den vierten Band muss ich noch produzieren. Vielleicht wird es auch noch ein Spin-Off geben, aber das weiß ich noch nicht ganz sicher.

2.       Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Das ist eine Frage, die ich recht schwer finde. Ich habe schon immer gerne Geschichten geschrieben. Im Alter von 15 Jahren dann wieder aktiver. Damals hat es mit ‚Die Geschichte vom blutroten Erpel‘ angefangen, das war eine Story über genmanipulierte Enten, die ich einem Freund, der ein Enten Narr ist, zum Geburtstag geschenkt habe. 2009 habe ich dann einen Vampirroman angefangen und immer weiter geschrieben, aber der ist heute noch nicht beendet. Weitere Geschichten folgten und so ging es immer weiter, bis ich 2012 den Einfall für 2119 hatte. Im selben Jahr hatte ich auch die Idee zu Silvermoon, dann kam noch White Haven dazu und so ging es immer weiter und ich hoffe, dass es immer so weitergehen wird.

         3.       Du hast ja ein paar Pseudonyme. Kannst du sie uns kurz einmal vorstellen und uns dazu was erzählen und für welches  Genre sie stehen?

Jay Valentine wurde 2011 geboren, als ich mit meinem Blog zu Google umgezogen bin. Jay war zu der Zeit schon lange mein Spitzname, den eine Freundin mir gegeben hatte, und Valentine kam von einem Rollenspielcharakter, der mir sehr gut gefallen hat. Jay Valentine steht mehr für Tabubrüche, Erotik und Fantasy. Ich mag es Regeln zu brechen und ordentlich auf die Trommeln zu hauen, das entsetzt die meisten Leser, aber man kann nicht immer Liebesgeschichten und rosa Flauschwolkengeschichten schreiben.

Leona Watts wurde im Juni geboren, als ich eigentlich alles hinwerfen wollte. Ich bekam derart trollige E-Mails, in denen mir so böse Dinge an den Kopf geworfen wurden, dass ich als Jay keine Lust mehr hatte. Im Juli dachte ich dann, dass es doch genau das ist, was diese Menschen wollen und dem wollte ich mich dann nicht beugen. Dafür bin ich viel zu trotzig und mittlerweile ist es mir absolut gleich, was diese Menschen sagen oder schreiben. Ich schreibe unter beiden Pseudonymen das gleiche, aber Leona ist immer mit im Erotikgenre angesiedelt. So wurde dann beim Brainstorming mit der lieben Casandra Krammer das Pseudonym Leona geboren.

Allerdings ist es schwer, sich daran zu gewöhnen. Also ich finde es ganz komisch, wenn ich mit Jay oder Leona angesprochen werde, obwohl ich meinen Realnamen geheim halte und nicht damit angesprochen werden will, wenn ich unter Lesern bin. Ich fühle mich manchmal richtig schizophren.

4.       Welcher deiner Romane ist dir besonders wichtig?

Sie sind mir alle wichtig, aber 2119 wird wohl immer eine wichtige Rolle spielen. Damit habe ich angefangen, damit habe ich begeistert oder schockiert. Ich habe jedenfalls festgestellt, dass man mich bzw. meinen Schreibstil und meine Geschichten entweder mag oder hasst. Aber ich mag alle meine Geschichten. Allerdings glaube ich, dass meine Protas, wenn sie echte Menschen wären (für mich sind sie das ja irgendwie), mich verhauen würden, wenn sie mich in die Finger bekämen.

5.       Woher bekommst du die Inspiration oder die Ideen zu deinen Romanen?

Das frage ich mich auch immer wieder. Das passiert in ganz alltäglichen Situationen. Zum Beispiel, wenn ich koche, also am Herd und nicht vor Wut, oder auch beim Putzen. Ich war schon immer eine Tagträumerin und habe mich gerne an andere Orte geträumt, allerdings war in meinen Träumen der Erotikanteil gleich Null. Ich weiß auch gar nicht mehr, wie ich diesen Schwenk in die Erotik hinbekommen habe. Das ist einfach so passiert.

6.       Welchen Tipp hast du für andere angehende Autoren?

Nehmt ein Lektorat und Betaleser in Anspruch. Erwartet nicht zu viel und seid demütig. Nehmt Kritik an und setzt sie um. Ich habe den Fehler gemacht, dass mein erstes Buch ohne Lektorat auf den Markt ging und habe die Quittung bekommen, deshalb ist es derzeit auch nicht erhältlich, weil es später ins Lektorat gewandert ist. Ich bereue es bis heute und wünschte, dass ich es rückgängig machen könnte. Natürlich empfehle ich auch jedem ein ganz dickes Fell.

7.       Was tust du, wenn du nicht schreibst?

Wenn ich nicht schreibe, dann treibe ich mit Vorliebe meinen Mann in den Wahnsinn. *g* Also nicht so richtig, aber er muss sich dann sämtliche Ideen von mir anhören. Ich verbringe Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden, gehe ins Kino oder tanze. Manchmal bastle ich auch Schmuck oder male. Das ist immer sehr abhängig von meinen Launen.

8.       Wenn du schreibst, was ist dir persönlich am liebsten, die absolute Ruhe oder musst du Musik dabei hören, wenn ja was hörst du zurzeit?

Ja, ich höre Musik. Aktuell Stratovarius, Five Finger Death Punch, Schandmaul, 30 Seconds to Mars, Linkin Park, auch noch härtere Klinge als diese, aber das ist so viel und sprengt jetzt den Rahmen. Insgesamt bevorzuge ich Heavy Metal und Rock. Bei Ruhe kann ich nicht arbeiten, die macht mich ganz verrückt.

9.       Viele Autoren sind auch begeisterte Leser, gilt das auch für dich?

Oh ja, aber ich lese so fast nichts aus meinem Genre. Also mir kommen nur sehr wenige erotische Romane in die Finger, nicht, weil sie schlecht sind, sondern weil ich vermeiden will, dass ich unbewusst etwas Ähnliches schreibe. Ich lese bevorzugt Urban Fantasy und Stephen King. Aber gerne auch die Bücher von Cat T. Mad, die mich auch schon zum Weinen gebracht haben, und Ashley Kalandurs Gabriel hat es mir angetan.

10.   Was ist dir lieber, Happy Ends oder auch mal Geschichten, die nicht so toll enden?

Ich finde beides gut. Manchmal muss ein Buch einfach traurig enden, damit es zur Geschichte passt. Ich kann auch wunderbar heulen, wenn es mich packt. Also wirklich heulen, nicht weinen. Bei P.S. Ich liebe Dich habe ich eine ganze Kleenex Box verbraucht, während ich das Buch gelesen habe. Mein nächstes Projekt wird auch nicht positiv enden. Das ist das einzige Projekt dessen Ende ich vorab geschrieben habe und es hat mich erschreckt, wie herzzerreißend ich es fand.

11.   Wie wichtig sind dir Rückmeldungen von Lesern?

Sehr wichtig. Ich freue mich über positive, aber auch über negative Rückmeldungen, nur so kann ich an mir arbeiten. Für jemanden, der nicht rezensieren will, habe ich immer eine Kontaktmöglichkeit in meinen Büchern angegeben.

12.   Was wünschst du dir für das Jahr 2014?

Gesundheit. Keine Sorgen. Glück, und dass mir nicht die Ideen ausgehen.

Liebe Jay, ich danke dir für das Interview! ❤

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