Interview mit der Autorin Poppy J. Anderson

Interview mit der Autorin Poppy J. Anderson

Erst einmal „Herzlichen Glückwunsch nachträglich zum 1. Geburtstag von Touchdown fürs Glück“! ❤

1. Eine sehr schöne und emotionale Geschichte. Bei mir sind viele Tränchen geflossen, aber ich musste auch viel lachen. Vor kurzem hast Du Deine erste Kurzgeschichte „Beim zweiten Mal küsst es sich besser“ und eine „Weihnachtsgeschichte mit den Titans + Rezepten“ herausgebracht, sowie am 7.12. erscheint Deine Geschichte „Knallharte Schale-zuckersüßer Kerl“  Ganz ehrlich, ich bewundere Dich sehr, wie machst Du das?! *lach*

 Vielen Dank für die Glückwünsche und das tolle Kompliment! Ich kann es noch gar nicht glauben, dass mein erster Roman vor genau einem Jahr herausgekommen ist. Das vergangene Jahr hat sehr viele spannende Überraschungen für mich bereitgehalten und ich freue mich auf das nächste Jahr! Zu deiner Frage: Die Kurzgeschichte hatte ich bereits vor drei Jahren geschrieben und habe sie nun aus Lust & Laune veröffentlicht. Viele Leserinnen haben mich angeschrieben, weil sie den 7.12. kaum erwarten konnten, daher wollte ich ihnen die Wartezeit ein wenig verkürzen. Die Idee zum Backbuch kam durch Kates Großmutter auf, die ja eine kleine Bäckerei hat und sehr leckeres Gebäck zubereitet. Ich wollte die Rezepte veröffentlichen und dachte mir, da wir bald Weihnachten haben, könnte man doch eine kleine Weihnachtsbäckerei herausbringen, bei der eine Geschichte über die Titans natürlich nicht fehlen darf. Nach dem 7.12. werde ich mir eine kleine Ruhepause gönnen – jedenfalls habe ich das vor – und nach Silvester dann mit dem nächsten Projekt starten. Außerdem sollte ich meine Wohnung wieder auf Vordermann bringen, weil hier einiges liegengeblieben ist *zwinker*

2. Dupree ist ein sehr spezieller Charakter – magst Du ein wenig über ihn und seine Geschichte erzählen und was Deine Leser am 07.12. erwarten werden?

 Dupree ist ein sehr interessanter Charakter, der mir jedoch einiges Kopfzerbrechen verursacht hat. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern, die allesamt gestandene Männer sind und kein Problem damit haben, Frauen kennenzulernen, ist er eher schüchtern und zurückhaltend. Seine Erfahrung mit dem weiblichen Geschlecht beschränkt sich auf seine Mutter, die aufgrund ihrer Strenggläubigkeit und der Erfahrung, von ihrem Mann einfach verlassen worden zu sein, sehr strikte Maßstäbe gesetzt hat. Dupree hat also im Gegensatz zu anderen Altersgenossen nicht gelernt, mit Mädchen auszugehen oder mit ihnen zu flirten, und sieht sich nun mit dem Problem konfrontiert, im Alter von sechsundzwanzig Jahren in eine Frau verliebt zu sein, ohne zu wissen, wie er sich ihr gegenüber verhalten soll.

3. Hast Du schon eine grobe Idee zu deinem nächsten Projekt, nach Dupree, wenn man fragen darf?

 Bislang habe ich für das nächste Jahr vier weitere Romane geplant. Die Handlungen stehen größtenteils fest, jedoch will ich nicht sehr viel verraten. Ich kann nur sagen, dass es nicht immer um Footballspieler gehen wird, auch wenn die Romane in der Welt der Titans spielen werden.

4. Wenn Du schreibst, gibt es da einen festen Platz, den Du bevorzugst oder kann es auch schon mal ganz bequem auf einer Couch sein?

 98 Prozent meiner Zeit schreibe ich an meinem Schreibtisch, auf dem das absolute Chaos herrscht. Dabei kuschele ich mich in meinen Stuhl, der vor einigen Wochen eigentlich das Zeitliche gesegnet hat, nachdem eine Lehne abgebrochen ist. Dennoch bringe ich es nicht übers Herz, ihn wegzuwerfen. Wer weiß, ob nicht mit ihm die Inspiration flöten geht! Sobald ich in eine „Schreibwut“ komme, sitze ich sehr aufrecht auf dem Stuhl und haue in die Tasten. Die restlichen 2 Prozent schreibe ich im Bett, aber das kommt nicht sehr häufig vor, da ich es nicht sehr bequem finde.

5. Was tust Du gegen eine Schreibblockade?

         Manchmal gibt es Kapitel, Szenen oder kleinere Stellen, die ich einfach nicht schreiben mag. Daraus entwickelt sich so eine Schreibblockade. Wenn ich ganz verzweifelt bin, schreibe ich einfach an einer Szene, die ich besonders gern habe oder die besonders lustig ist, weiter. Oft klappt das. Wenn gar nichts mehr geht, muss man abschalten. Ich treffe mich dann mit Freunden, gehe ins Kino oder tanzen. Anschließend kann ich es kaum erwarten, mich wieder an den Computer zu setzen und zu schreiben.

            6. Wenn Du schreibst, brauchst Du da für Dich absolute Ruhe oder hörst Du sehr gerne Musik dabei, wenn ja, was wären das so für Songs?

 Mein Nachbar hat vor zwei Jahren die Holzarbeiten für sich entdeckt, daher habe ich niemals absolute Ruhe 😉 Nein, manchmal läuft nebenbei der Fernseher, manchmal höre ich tagelang den gleichen Song, wenn er zu der Stimmung passt, in der sich meine Protagonisten gerade befinden, und manchmal brauche ich wirklich absolute Ruhe – dann schreibe ich nachts, was ich sehr angenehm finde. Kein Telefonläuten, kein Paketdienst, kein Hund, der unbedingt spazieren gehen möchte, und keine besondere Fernsehsendung, die ich gerne schaue. Es kommt immer auf die Stimmung an. Die letzten Songs, die ich beim Schreiben gehört habe, waren: Harry Belafonte – Angelina, Club can’t handle me – Flo Rida, Good Time – Owl City, In a world like this – Backstreet Boys, Lifted – Naughty Boy, Wenn Inge tanzt – Systemfehler, Israelites – Desmond Dekker

7. Jeder Mensch hat ja so seine Marotten – meine, ich kann ohne eine 0,5l Wasserflasche nicht aus dem Haus, die muss immer dabei sein  *lach* Wie ist es bei Dir?

 Ach, bei mir sind es ziemlich viele 😉 Ich bin ein Kontrollfreak und bin ganz schlecht darin, irgendetwas aus der Hand zu geben. Lieber mache ich alles selbst. Das ist vermutlich meine größte Marotte.

           8. Welchen Tipp hast Du für andere angehende Autoren?

         Habt Spaß am Schreiben! Wenn ihr durch das, was ihr schreibt, begeistert werdet, dann wird das auch mit den Lesern passieren. Nichts ist schlimmer, als wenn ihr euch beim Schreiben quält, denn das werden diejenigen, die das Buch schließlich lesen, sofort merke

       9. Was ist für Dich wichtig, wenn Du Dir ein Buch kaufst?

 Das Cover gibt den ersten Eindruck wieder. Wenn mich das Cover nicht anspricht, kann es Monate dauern, bis ich mich dazu verleiten lasse, das Buch zu kaufen. Es sollte mich ansprechen und eine besondere Stimmung repräsentieren, die auch zum Inhalt des Buches passt.

       10. Was wünscht Du Dir für das Jahr 2014?

 Das Jahr 2013 war der Knaller schlechthin, daher weiß ich gar nicht, wie das neue Jahr zu steigern wäre. Natürlich wünsche ich meinen Liebsten und mir Gesundheit und Glück, aber ansonsten bin ich momentan wunschlos glücklich. Natürlich wäre es nicht schlecht, wenn ein gutaussehender Footballspieler an meine Tür klopfen würde, aber da dies ziemlich unwahrscheinlich ist, wäre ich schon damit zufrieden, wenn wir im nächsten Jahr von Autobiographien ehemaliger Tennisspieler verschont bleiben könnten.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Poppy, dass sie sich die Zeit genommen hat, meine Fragen zu beantworten. Vielen lieben Dank, Poppy!

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